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Kristina Stella: Der Mann mit dem Blitz im Namen – Eine Phantasiereise zu Reiner Kunze

 


Kristina Stella
Der Mann mit dem Blitz im Namen – eine Phantasiereise zu Reiner Kunze

Hauzenberg: Edition Toni Pongratz 2023, ISBN 978-3-945823-20-0, 31 Seiten, Klappenbroschur, Illustrationen, EUR 16.00 Limitierte Auflage: 500 nummerierte und signierte Exemplare.
Edition Toni Pongratz

Anlässlich Reiner Kunzes 90. Geburtstag am 16. August 2023 erscheint zum Jahresausklang des Geburtstagsjahres in der traditionsreichen „Edition Toni Pongratz“ der Essay „Der Mann mit dem Blitz im Namen“.
Kristina Stella schreibt über eine vielschichtige Gefühlswelt aus Trauer und Verlust aber auch über die Liebe – zum Leben, zur Welt der Bücher und zur Natur. Eine Reise voller Phantasie an den Sonnenhang. Zitate Reiner Kunzes und Gedichtauszüge bilden den roten Faden, der sich durch den gesamten Essay zieht.
Die Buchausgabe in einer nummerierten und signierten Auflage von 500 Exemplaren ist mit exklusiv für diese Ausgabe gestalteten Aquarellen des Künstlers Jens Lay illustriert, deren Farbgestaltung die Biografie des Schriftstellers und Lyrikers Reiner Kunze nachempfindet. Die Original-Aquarelle befinden sich als Geschenk des Künstlers im Archiv der Reiner und Elisabeth Kunze-Stiftung in Obernzell-Erlau.
Reiner und Elisabeth Kunze-Stiftung

To mark Reiner Kunzes 90th birthday on August 16, 2023, the essay „Der Mann mit dem Blitz im Namen“ („The Man with Lightning in His Name“) will be published by the long-established „Edition Toni Pongratz“.
Kristina Stella writes about a multi-layered emotional world of grief and loss, but also about love – for life, the world of books and nature. A journey full of fantasy to the sunny slope. Quotes from Reiner Kunze and poetry excerpts form the common thread that runs through the entire essay.
The book edition in a numbered and signed edition of 500 copies is illustrated with watercolors designed exclusively for this edition by the artist Jens Lay, whose color scheme is based on the biography of the writer and poet Reiner Kunze. The original watercolors are in the archive of the Reiner and Elisabeth Kunze Foundation in Obernzell-Erlau as a gift from the artist.


Inhalt

Essay
Kurzbiografie Kristina Stella
Kurzbiografie Reiner Kunze
Quellenhinweise


Leseprobe

„Schau“, sagte Leopold zu mir, „da drüben, am anderen Ufer, schon in Österreich, steht die Burg, von der Elisabeth uns erzählt hat!“ „Genau“, erwiderte ich, „deren Dach eines Nachts lichterloh brannte, so dass die kunstvoll gestalteten Ziegel nicht mehr gerettet werden konnten. Man warf sie achtlos herunter, um sie später abzutransportieren. Doch sie trafen auf den weichen Waldboden, der jene, die vom Feuer verschont geblieben waren, schützte.“

Die Kunzes fuhren mit der Fähre über den Fluss und retteten einen der Ziegel, nebst originalen handgezimmerten Nägeln, und jetzt begrüßt er als würdiger Vertreter einer jahrhundertalten Vergangenheit die Gäste des Hauses am Sonnenhang; direkt an der rechten Wand hinter der Eingangstür.

„Vielleicht“, sagte ich zu Leopold, „symbolisiert jener Dachziegel gleichzeitig eine Vergangenheit, die nicht Jahrhunderte, sondern nur Jahrzehnte zurückliegt und die dennoch eine Ewigkeit von der Gegenwart zu trennen scheint.“

Kristina Stella: Der Brief als solcher würde sich geehrt fühlen





Kristina Stella
Der Brief als solcher würde sich geehrt fühlen – Reiner Kunze zum 85. Geburtstag

Hauzenberg: Edition Toni Pongratz 2018, ISBN 978-3-945823-06-4, 29 Seiten, Klappenbroschur, zahlreiche Illustrationen, EUR 12.00
Edition Toni Pongratz


Inspiriert von Reiner Kunzes 85. Geburtstag am 16. August 2018 erschien in der traditionsreichen „Edition Toni Pongratz“ der Essay „Der Brief als solcher würde sich geehrt fühlen“. Der Essay beleuchtet aus verschiedenen Perspektiven Reiner Kunzes ungewöhnliches Verhältnis zur Post. Zitate Reiner Kunzes und Gedichtauszüge bilden den roten Faden, der sich durch den gesamten Essay zieht.
Die Buchausgabe in einer nummerierten und signierten Auflage von 500 Exemplaren ist mit bisher unveröffentlichten, individuell gestalteten Briefumschlägen Reiner Kunzes illustriert, die eigene Bildergeschichten erzählen und seit DDR-Zeiten eine Tradition in der Familie Kunze sind. Die Original-Briefumschläge befinden sich im Archiv der Reiner und Elisabeth Kunze-Stiftung in Obernzell-Erlau.
Reiner und Elisabeth Kunze-Stiftung

Inspired by Reiner Kunzes 85th birthday on August 16, 2018, the essay „Der Brief als solcher würde sich geehrt fühlen“ was published by the long-established „Edition Toni Pongratz“. The essay sheds light on Reiner Kunzes unusual relationship with the post from various perspectives. Quotes from Reiner Kunze and poetry excerpts form the common thread that runs through the entire essay.
The book edition in a numbered and signed edition of 500 copies is illustrated with previously unpublished, individually designed envelopes by Reiner Kunze, which tell his own picture stories and have been a tradition in the Kunze family since GDR times. The original envelopes are kept in the archive of the Reiner and Elisabeth Kunze Foundation in Obernzell-Erlau.

Inhalt

Essay
Zu Kristina Stella
Zu Reiner Kunze
Quellenhinweise
Anmerkungen zu den abgebildeten Briefumschlägen


Leseprobe

Im Dezember 2017 erreicht Reiner Kunze das neu erschienene Heft der „Neuen Rundschau“ des S. Fischer Verlages mit seinen lange zuvor geschriebenen und jetzt erstmalig veröffentlichten Briefen an die Schriftstellerkollegin und Freundin Brigitte Reimann. Er bedankt sich beim Verlag:

Liebe Petra Gropp, die Neue Rundschau ist eingetroffen. Ich danke Ihnen, Frau von Heppe und allen Mitverantwortlichen für die Ehre, die u.a. uns, Brigitte Reimann, Kristina Stella, Jan Skácel und mir, auf dem Cover in der Farbe der Deutschen Post zuteil wird. Der Brief als solcher würde sich geehrt fühlen.

Da muss man erstmal draufkommen, denke ich (die mir von Reiner Kunze übersandte Briefkopie in den Händen haltend), den sattgelb daherkommenden Zeitschrifteneinband einer Literaturzeitschrift mit der Deutschen Post zu assoziieren; flüssig niedergeschrieben, als sei genau diese Metapher hier so selbstverständlich wie die Briefmarke auf dem Kuvert.

Ein postgelbes Cover passt andererseits auch wie die (Stasi-)Faust aufs (Dichter-)Auge, wenn dieses die Vergangenheit durch den Blick auf mehr als vierzig Jahre alte Briefe Revue passieren lässt.

Eine Vergangenheit, in der der Staat ihm sagte „geh doch nach drüben, wenn's dir hier nicht passt“. Eine Vergangenheit, in der Reiner Kunze nicht locker-flockige Post-Adaptionen einfielen wie ein postgelbes Cover, eine „Briefwimper“ und ein „goldenes Posthorn“, sondern in der ein „Postalltag“ bestimmend war, dessen Schikanen den sensiblen Schriftsteller mehr als einmal bis an den psychischen und physischen Zusammenbruch brachten. Ein Postalltag, der wie ein Dieb in die Privatsphäre einbrach, indem er schamlos das Briefgeheimnis missachtete. Ein Postalltag, in dem einem unbescholtenen Bürger eine versehentlich verkehrt herum aufgeklebte Briefmarke den Angstschweiß auf die Stirn trieb, ein Postalltag, in dem der Briefträger nicht immer der Briefträger war, aber die Post ein Läuse-Kamm. Ein Postalltag, den Reiner Kunze in einem Zyklus aus „einundzwanzig variationen über das thema ‚die post‘“ festhielt, der, gekürzt und ungekürzt publiziert, hundertfach abgeschrieben und verteilt, einer gesamten Generation die DDR-Wirklichkeit unter die Haut brachte.

Ich mache mich auf die Suche nach den Post-Spuren in und neben den Gedichten, Prosatexten, Interviews, Reden und Erinnerungen Reiner Kunzes, um herauszufinden, wie die biografischen Fäden seine Post-Sprache umschlingen.

Briefe von Reiner Kunze an Brigitte Reimann





„So gut wie möglich Kunst (Literatur) machen, Brigitte, das ist uns aufgetragen“ – Briefe von Reiner Kunze an Brigitte Reimann.
Neue Rundschau 2017/4  
Hrsg. von Hans Jürgen Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler, Oliver Vogel. Mithrsg. dieser Ausgabe: Kristina Stella. Frankfurt am Main: S. Fischer 2017, ISBN 978-3-10-809112-5, 182 Seiten, Broschur, EUR 15.00

Pressestimmen

„Wir sind gleichaltrig“, schreibt die Reimann. „Wir hassen den Militarismus in der Republik, dieses unausrottbare Preußentum und seine militante Sprache.“ Bekenntnisse, die in den Tagebüchern der 1973 gestorbenen Autorin zu finden sind, die im Blick auf Kunze nicht wenige eckige Auslassungsklammern liefern. Die werden jetzt nicht aufgelöst, aber etwas durchlässiger gemacht.
Christian Eger. Mitteldeutsche Zeitung, 04.01.2018

Der Leser verspürt eine innere Verbundenheit. Es ist eher Freundschaft als kollegiales Aufmuntern. Obwohl die Briefe von Reimann an Kunze fehlen, kann man ihre Zweifel an der eigenen Arbeit spüren.
Grit Warnat. Volksstimme, 03.01.2018

Leseprobe

Brigitte Reimanns und Reiner Kunzes Wege kreuzen sich zwanzig Jahre lang in freundschaftlicher Verbundenheit. Doch erst gegen Ende der sechziger Jahre, als die politische Fassade der DDR immer größere Risse bekommt und Reimann und Kunze ihre politischen Euphorien längst über Bord geworfen haben, zunehmend mit dem Literaturbetrieb in Konflikt geraten sind, zeigt sich die bedingungslose Loyalität, mit der sie einander vertrauen und helfen. Eine besondere Freundschaft, die mit dem viel zu frühen Krebstod Brigitte Reimanns ein abruptes Ende findet.

Brigitte Reimanns Briefe an Reiner Kunze sind leider nicht erhalten geblieben. Deshalb ist der vorliegende Briefband vor allem ein komprimierter Ausschnitt aus Reiner Kunzes Leben und gleichermaßen ein Querschnitt durch die wahrscheinlich wechselvollste und tragischste Zeit seines Lebens. Seine an Brigitte Reimann gerichteten Briefe spiegeln die Entwicklung beider junger Schriftsteller, die sich ohne große Worte gegenseitig Kraft, Halt und Unterstützung geben. Die – nach außen hin so gegensätzlichen – Künstler verbindet sehr viel mehr, als an der Oberfläche erkennbar ist.

Brigitte Reimann und Reiner Kunze sind äußerst sensible – ihre Freiheit über alles liebende – Individualisten, was allein schon ausreicht, um trotz literarischer Erfolge im Gesellschaftssystem der DDR immer wieder an Grenzen zu stoßen, als Bedrohung angesehen und ausgegrenzt zu werden. Beide wehren sich, auch wenn das ihrem Charakter, ihrem in Wahrheit scheuen Wesen, widerspricht, denn sie können und wollen Ungerechtigkeiten nicht ertragen. Sie machen sie öffentlich. Sei es durch aufsehenerregende Zeitungsartikel und Reden wie bei Brigitte Reimann oder durch Lyrikbände und Prosatexte mit schonungslosen Wahrheiten, die im Westen für Wirbel sorgen, bei Reiner Kunze. Sie sind Einzelgänger, die in früher Kindheit Krankheiten durchleben, die sie von ihren Altersgenossen isolieren. Die in dieser kindlichen Isolation damit beginnen, ihre Gedanken in schriftlicher Form zu ordnen und in der Zwiesprache mit sich selbst einen Ausweg aus der Einsamkeit entdecken. Sie werden viel zu früh erwachsen und sie suchen Vorbilder, an denen sie sich orientieren können. Ihre Familien bieten Schutz und Wärme, aber nicht den intellektuellen Rahmen, der ihre Gedankenwelt zu befriedigen vermag. Reimann und Kunze verfallen den sozialistischen Idealen im Glauben daran, hier wachse ein Staat, der sich Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben hat und die Förderung aller Individuen gleichermaßen.

Der Subtext, der sich durch ihre Korrespondenz zieht, ist beider gesundheitliche Verfassung, die wie ein Seismograph auf die literaturpolitische Realität reagiert. Ihre Verbindung bedarf nicht vieler Worte, auch nicht vieler Briefe – in der Summe gesehen. Reiner Kunzes Briefe sind ein Zwiegespräch, in dem der Leser die Abwesenheit der Reimannschen Briefe kaum spürt, weil Brigitte Reimanns Stimme in den Zeilen des Lyrikers Reiner Kunze so präsent ist, als wäre sie da.

Die hier erstmals veröffentlichten Briefe Reines Kunzes an Brigitte Reimann sind auch deshalb ein besonderes Zeitdokument, weil sie genau jenen Lebensabschnitt der beiden Schriftsteller begleiten, in dem sich eine entscheidende Phase der DDR-Geschichte widerspiegelt: der Wechsel von der euphorischen Aufbruchstimmung der Anfangszeit, über die Auflehnung und das Nicht-wahrhaben-Wollen der Totalität des Gesellschaftssystems bis zum Rückzug ins Private und der scheinbaren Resignation, unter der es dennoch brodelt und aus dem das unvermeidliche Ende bereits zu erahnen ist. Ein Brief Siegfried Pitschmanns an Reiner Kunze aus dem Jahr 1960, ausdrücklich auch in Brigitte Reimanns Namen geschrieben, ergänzt den Band.

Alle Bücher von Kristina Stella

Kristina Stella: Der Mann mit dem Blitz im Namen – eine Phantasiereise zu Reiner Kunze
Hauzenberg: Edition Toni Pongratz 2023, ISBN 978-3-945823-20-0, 31 Seiten, Klappenbroschur, Illustrationen, EUR 16.00 Limitierte Auflage: 500 nummerierte und signierte Exemplare.

Weitere Informationen zum Buch

Brigitte Reimann: Die Denunziantin
Mit einem ausführlichen Anhang zur Editionsgeschichte.
Herausgegeben von Kristina Stella. Illustrationen von Jens Lay. Bielefeld: Aisthesis Verlag, 2022. 377 Seiten. Klappenbroschur € 24.- Print ISBN 978-3-8498-1770-1. E Book ISBN 978-3-8498-1839-5.

Weitere Informationen zum Buch





Kristina Stella: Der Brief als solcher würde sich geehrt fühlen
Reiner Kunze zum 85. Geburtstag
Hauzenberg: Edition Toni Pongratz 2018, ISBN 978-3-945823-06-4, 29 Seiten, Klappenbroschur, zahlreiche Illustrationen, EUR 12.00

Weitere Informationen zum Buch



Ich möchte so gern ein Held sein
Brigitte Reimann und Wolfgang Schreyer – Der Briefwechsel

Hrsg. von Carsten Gansel und Kristina Stella. Berlin: Okapi 2018, ISBN 978-3-9816011-2-1, 540 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, EUR 26.00

Weitere Informationen zum Buch


„So gut wie möglich Kunst (Literatur) machen, Brigitte, das ist uns aufgetragen“ – Briefe von Reiner Kunze an Brigitte Reimann
Neue Rundschau 2017/4
Hrsg. von Hans Jürgen Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler, Oliver Vogel. Mithrsg. dieser Ausgabe: Kristina Stella. Frankfurt am Main: S. Fischer 2017, ISBN 978-3-10-809112-5, 182 Seiten, Broschur, EUR 15.00

Weitere Informationen zum Buch



Kristina Stella: Siegfried Pitschmann in Mühlhausen
Mit bisher unveröffentlichten Texten aus dem Frühwerk des Schriftstellers
Mühlhausen: Mühlhäuser Geschichts- und Denkmalpflegeverein e.V. 2017, ISBN 978-3-935547-68-0, 305 Seiten, 106 Illustrationen, Broschur, EUR 10.00 (Mühlhäuser Beiträge, Sonderheft 28)

Weitere Informationen zum Buch


Siegfried Pitschmann: Erzählungen aus Schwarze Pumpe
Mit einem Gedicht von Volker Braun
Hrsg. von Kristina Stella. Bielefeld: Aisthesis 2016, ISBN 978-3-8498-1166-2, 183 Seiten, Klappenbroschur, EUR 9.95

Weitere Informationen zum Buch


Siegfried Pitschmann: Erziehung eines Helden
Hrsg. von Kristina Stella. 2., aktualisierte Auflage, Bielefeld: Aisthesis 2019, ISBN 978-3-8498-1369-7, 249 Seiten, Klappenbroschur, EUR 12.80
 
Siegfried Pitschmann: Erziehung eines Helden
Hrsg. von Kristina Stella. Bielefeld: Aisthesis 2015, ISBN 978-3-8498-1100-6, 249 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, EUR 19.95

Weitere Informationen zum Buch


„Wär schön gewesen!“ – Der Briefwechsel zwischen Brigitte Reimann und Siegfried Pitschmann
Hrsg. von Kristina Stella. Bielefeld: Aisthesis 2013, ISBN 978-3-89528-975-0, 309 Seiten, Hardcover, EUR 24.80

Weitere Informationen zum Buch


Kristina Stella: Brigitte Reimann – Kommentierte Bibliografie und Werkverzeichnis
Teil A. Primärliteratur. Bielefeld: Aisthesis 2014, ISBN 978-3-8498-1080-1. (Bibliographien zur deutschen Literaturgeschichte ; 22)
1.732 Seiten in zwei Bänden, Hardcover, EUR 248.00

Weitere Informationen zum Buch

Reiner Kunze (geb. 1933)

Reiner Kunze (1970)
Foto: Privat [8]


Reiner Kunze wurde am 16. August 1933 in der erzgebirgischen Kleinstadt Oelsnitz geboren. Seit 1978 lebt er im bayerischen Obernzell-Erlau.

Reiner Kunze war mit Brigitte Reimann befreundet. Seine Briefe an Brigitte Reimann erschienen 2017 unter dem Titel „So gut wie möglich Kunst (Literatur) machen, Brigitte, das ist uns aufgetragen“. Brigitte Reimanns Briefe an Reiner Kunze sind leider nicht erhalten geblieben.
Reiner Kunzes Lyrik und Prosa wurde in dreißig Sprachen übersetzt; er selbst übersetzte aus dem Tschechischen ins Deutsche und schuf zahlreiche Nachdichtungen tschechischer Lyrik.
2018 erschien anlässlich Reiner Kunzes 85. Geburtstag in der Edition Toni Pongratz der Essay „Der Brief als solcher würde sich geehrt fühlen“, 2023 anlässlich seines 90. Geburtstags der Essay „Der Mann mit dem Blitz im Namen“.

Reiner Kunze was a friend of Brigitte Reimann. His letters to Brigitte Reimann were published in 2017 under the title „Making art (literature) as well as possible, Brigitte, that is our task“. Unfortunately, Brigitte Reimann's letters to Reiner Kunze have not been preserved.
Reiner Kunzes poetry and prose has been translated into thirty languages; he himself translated from Czech into German and created numerous adaptations of Czech poetry.
In 2018, the essay „Der Brief als solcher würde sich geehrt fühlen“ was published by Edition Toni Pongratz to mark Reiner Kunzes 85th birthday, in 2023 „Der Mann mit dem Blitz im Namen“.

Lebenschronik

1933
Reiner Kunze wurde am 16. August in der erzgebirgischen Kleinstadt Oelsnitz als Sohn des Steinkohle-Bergarbeiters Ernst Kunze und der in der Strumpfindustrie beschäftigten Heimarbeiterin Martha Kunze geboren. Bereits als Kind erkrankte Reiner Kunze schwer: Ein endogenes Ekzem am ganzen Körper verhinderte eine normale Kindheit und grenzte ihn von den anderen Kindern ab. Dazu kam chronisches Asthma. Im einfachen, aber liebevollen Elternhaus fühlte sich Reiner Kunze sicher aufgehoben. Die Volkslieder, die seine Mutter häufig sang, prägten seine lyrische Veranlagung.

1949
Von 1949 bis 1951 besuchte Reiner Kunze eine Aufbauklasse für Arbeiterkinder an der Oberschule in Stollberg/Erzgebirge. Eines Tages holte der Rektor der Oberschule, Fritz Bellmann, Reiner Kunze aus dem Unterricht und eröffnete ihm, dass er ihn als Kandidat der SED vorzuschlagen gedachte, was der sechzehnjährige Internatsschüler als eine Ehre empfand.

1950
Am 1. Juni trat Reiner Kunze als Kandidat in die SED ein.

1951
Reiner Kunze legte das Abitur ab. Von 1951 bis 1955 studierte er Philosophie und Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig.

1953
Kunze veröffentlichte in der Zeitschrift „Neue deutsche Literatur“ erste Gedichte.

1954
Reiner Kunze absolvierte im Rahmen des Studiums ein Praktikum bei der Magdeburger „Volksstimme“. Er wurde für besonders gute Reportagen gelobt und durfte zeitweilig die Kreisredaktion Haldensleben selbstständig leiten. In dieser Zeit war Reiner Kunze Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Junger Autoren“ (AJA) des Bezirkes Magdeburg und lernte dort auch Brigitte Reimann kennen.

1955
Nach dem Studium bekam Reiner Kunze an der Fakultät für Journalistik der Karl-Marx-Universität Leipzig eine Assistentenstelle mit Lehrauftrag. Kunze trat in den Journalistenverband ein und wurde in den Schriftstellerverband der DDR aufgenommen. Reiner Kunze heiratete und bekam gemeinsam mit seiner Frau Ingeborg den Sohn Ludwig (die Ehe wurde im April 1960 geschieden).

1959
Reiner Kunze musste – wenige Wochen vor der Promotion – die Universität aus politischen Gründen verlassen. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war Kunzes Rede auf einer FDJ-Versammlung am 8. Februar, in der er die allgegenwärtige Schönfärberei an der Fakultät öffentlich kritisierte. Kunze wurde außerdem vorgeworfen, er würde die Studenten entpolitisieren und selbst konterrevolutionäre Verbindungen unterhalten. Eine große Öffentlichkeit erreichte im Juni 1959 eine Sendung des Berliner Rundfunks, in der Liebesgedichte von Reiner Kunze ausgestrahlt wurden, dessen erster Lyrikband „Vögel über dem Tau“ in jenem Jahr erschienen war. Eine junge deutsch-tschechische Ärztin hörte im Juni die Lyriksendung im Berliner Rundfunk. Sie bat in perfektem Deutsch – den falschen Rundfunksender – um die Zusendung des Gedichts „Das Märchen vom Fliedermädchen“. Auf Umwegen erreichte ihre Karte fast ein halbes Jahr später den Fliedermädchen-Dichter. Die junge Fachärztin für Kieferorthopädie Elisabeth Littnerová und der Lyriker Reiner Kunze verliebten sich ineinander – obwohl sich ihre Beziehung wegen der geschlossenen Grenzen ausschließlich auf die Korrespondenz beschränken musste. Ein telefonisch bejahter Heiratsantrag und eine Lesung in Aussig, zu der Reiner Kunze auf Vermittlung von Elisabeth Littnerová eingeladen wurde, waren der Schlüssel zur ersten persönlichen Begegnung.

Kunzes erotische Liebesgedichte widersprachen nach Meinung der DDR-Kulturoberen genauso wie Siegfried Pitschmanns Schwarze-Pumpe-Roman „Erziehung eines Helden“ dem gerade beschlossenen Bitterfelder Weg. Am 9. Juni wurde gegen den unliebsamen Assistenten, der inzwischen seine Kündigung eingereicht hatte, ein Parteiverfahren eröffnet; ein Tribunal, das jenem glich, das nur einen Monat später auch seinen Schriftstellerkollegen Siegfried Pitschmann treffen und diesen in einen Selbstmordversuch treiben sollte. Kunze brach mit der sozialistischen Ideologie, ohne dies jedoch vorerst – aus Rücksicht auf die mit ihm befreundete Sibylle-Chefredakteurin Edith Nell (Witwe des Schriftstellers Peter Nell) und seinen Dekan Hermann Budzislawski – mit dem eigentlich notwendigen Schritt des Parteiaustritts zu untermauern (das sollte Reiner Kunze erst im Jahr 1968 tun). Reiner Kunze ging von 1959 bis 1961 als Hilfsschlosser in den VEB Schwermaschinenbau Verlade- und Transportanlagenbau (VTA) Leipzig. Tagsüber montierte er Achsen für Schreitbagger, nachts schrieb er.

1961
Der Schriftsteller Kunze war genauso wenig wie sein Kollege Pitschmann für den rauhen Alltag in der Produktion geschaffen. Nach wenigen Monaten im VTA war seine Gesundheit ruiniert. Rettung verschaffte Erwin Strittmatters Fürsprache, die Kunze die Möglichkeit eröffnete, sich mit der Ausbildung von Nachwuchsschriftstellern in Berlin einen bescheidenen Lebensunterhalt zu verdienen. Reiner und Elisabeth Kunze heirateten am 8. Juli in Aussig.

1962
Im Juni zogen Elisabeth und Reiner Kunze gemeinsam nach Greiz in Thüringen. Elisabeth brachte aus erster Ehe ihre Tochter Marcela mit. Das Gehalt der Ärztin, die als Kieferorthopädin in der Kreisjugendzahnklinik und als Kieferchirurgin im Kreiskrankenhaus Greiz arbeitete, sicherte das Familieneinkommen. Ab 1962 arbeitete Reiner Kunze als freiberuflicher Schriftsteller, veröffentlichte seit 1963 auch in der Bundesrepublik. Die Veröffentlichungen wurden zwar offiziell vom Büro für Urheberrechte der DDR genehmigt, waren den Funktionären aber dennoch stets ein Dorn im Auge. Neben dem Schreiben eigener Gedichte spezialisierte sich Kunze auf Nachdichtungen tschechischer und slowakischer Lyrik, Hörspiele und Theaterstücke der Autoren Ludvík und Milan Kundera, Vladimír Holan, Miroslav Holub, František Hrubín, Jaroslav Seifert und vor allem Jan Skácels.

1968
Reiner Kunze erhielt – für den 1967 bei Merlin Hamburg erschienenen Band „Fährgeld für Charon“ mit 80 ins Deutsche übertragenen Gedichten Jan Skácels – in Prag den Übersetzerpreis des tschechischen Schriftstellerverbandes. Nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen in die Tschechoslowakei am 21. August und der gewaltsamen Beendigung des Prager Frühlings durch die Warschauer Pakt-Staaten wurde der tschechische Schriftstellerverband aufgelöst, kritische Autoren erhielten Berufsverbot oder wurden in die Produktion zwangsverpflichtet. Kunze vollzog nun auch de jure den längst ideell vollzogenen Austritt aus der SED und gab am 26. August sein Parteibuch zurück. Am 19. November wurde er wegen „parteifeindlichen Verhaltens“ aus der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands ausgeschlossen. Das Ministerium für Staatssicherheit legte unter dem Decknamen „Lyrik“ eine Akte über Reiner Kunze an.

1969
Mit dem Lyrikband „sensible wege“, der im Frühjahr 1969 bei Rowohlt erschien, gelang Reiner Kunze im Westen der literarische Durchbruch, aber der Band machte ihn in der DDR endgültig zur persona non grata. Auf dem Schriftstellerkongress in Berlin vom 28. bis 30. Mai wurden Reiner Kunze für „sensible wege“ und Christa Wolf für „Nachdenken über Christa T.“ von Max Walter Schulz abgeurteilt. Reiner Kunze wurde in den darauf folgenden Jahren fast nur noch von kirchlichen Kreisen zu Lesungen eingeladen, oder seine Lesungen wurden boykottiert, Verlagsverträge wurden gekündigt, sein Name wurde nicht mehr erwähnt.

1973
Dass dennoch der Band „Brief mit blauem Siegel“ bei Reclam Leipzig erschien, war eine kleine Sensation. Die erste und die zweite Auflage von je 15.000 Exemplaren waren innerhalb von Stunden ausverkauft. Viele derjenigen, die vergebens versucht hatten, ein Exemplar zu bekommen, begannen sogar, das Buch mit der Hand oder der Schreibmaschine abzuschreiben. Nur wenige Wochen später, nach Reiner Kunzes München-Reise anlässlich der Verleihung des Großen Literaturpreises der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, wendete sich das Blatt wieder. Parteifunktionäre setzten auf Kommando der Dogmatiker in Politbüro und Staatssicherheitsdienst zu einer Treibjagd auf den Autor und seine Familie an, von der sogar Leser des Buches „Brief mit blauem Siegel“ nicht ausgenommen wurden. Reiner Kunze erinnert sich: „Die Ablösung Ulbrichts durch den wesentlich jüngeren Erich Honecker an der Staatsspitze der DDR bedeutete u. a., dass jüngere Parteifunktionäre, die aus der Freien Deutschen Jugend kamen, in Regierungsämter gelangten, z. B. der stellvertretende Minister für Kultur, Kurt Löffler. Manche dieser Funktionäre wollten ein besseres Verhältnis zu den Künstlern und Schriftstellern herstellen und versuchten, auf kulturellem Gebiet eine begrenzte Liberalität durchzusetzen. Kurt Löffler besuchte uns in Greiz und sagte wörtlich, die Partei habe Fehler gemacht, die man künftig vermeiden wolle. Er bat mich, zu helfen. So kam es zum Erscheinen des Gedichtbandes ‚Brief mit blauem Siegel‘ und zu der Zusage, das Kinderbuch ‚Der Löwe Leopold‘ auch in der DDR zu veröffentlichen. Doch die Dogmatiker im Politbüro und im Schriftstellerverband, vor allem aber die Funktionäre an der Parteibasis verwahrten sich energisch gegen diesen ‚Verrat am Sozialismus‘. Es handelte sich also um einen innerparteilichen ideologischen Richtungskampf, in dem die ‚Löfflers‘ alsbald resignierten oder Selbstkritik übten. Den Gedichtband durchzusetzen, war ihnen gelungen, die 15.000 fertigen Exemplare der DDR-Ausgabe des ‚Löwen Leopold‘ wurden jedoch eingestampft.“

1976
Am 8. September erschien Reiner Kunzes Prosaband „Die wunderbaren Jahre“ bei S. Fischer in Frankfurt am Main. Das Buch wurde ein sensationeller Erfolg und verkaufte sich mehr als eine halbe Million mal. Dass es dem Autor gelungen war, vom DDR-Büro für Urheberrechte eine Druckgenehmigung für den westdeutschen Verlag S. Fischer zu bekommen, ohne das Manuskript vorgelegt zu haben, sorgte für einen innerparteilichen Eklat. Eine Strafverfolgung Reiner Kunzes war aber ausgeschlossen, da das Buch offiziell genehmigt worden war. Als „Alternativlösung“ wurde Reiner Kunze am 3. November aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen, was einem Berufsverbot gleichkam.

1977
Um der scheinbar drohenden Verhaftung zu entgehen – eine gezielt lancierte Absicht, um Kunze zum Verlassen der DDR zu bringen –, stellte Reiner Kunze am 7. April für die gesamte Familie einen Ausreiseantrag, der am 10. April genehmigt wurde. Am 13. April verließen Marcela Kunze und ihr Verlobter sowie das Ehepaar Elisabeth und Reiner Kunze die DDR. Im Oktober erhielt Kunze für das Buch „Die wunderbaren Jahre“ den Georg-Büchner-Preis; die Laudatio hielt Heinrich Böll. Reiner Kunze wurde der Georg-Trakl-Preis verliehen.

1978
Seit 1978 leben Reiner Kunze und seine Frau im bayerischen Obernzell-Erlau.

1981
Reiner Kunze wurde der Geschwister-Scholl-Preis verliehen.

1988
1988/89 hatte Kunze Gastdozenturen für Poetik an den Universitäten in München und Würzburg inne.

1993
Reiner Kunze erhielt das Große Bundesverdienstkreuz.

1995
Reiner Kunze wurde zum Ehrenbürger der Stadt Greiz ernannt.

1996
Reiner Kunze erhielt den Weilheimer Literaturpreis.

1999
Reiner Kunze wurde der Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg verliehen.

2006
Reiner Kunze gründete gemeinsam mit seiner Ehefrau Elisabeth die Reiner und Elisabeth Kunze-Stiftung.

Werke

Vögel über dem Tau. Mitteldeutscher Verlag (1959); Aber die Nachtigall jubelt. Mitteldeutscher Verlag (1962); widmungen. Hohwacht (1963); Poesiealbum. Verlag Neues Leben (1968); Sechs Variationen über das Thema „Die Post” und drei Gedichte. Rowohlt (1968); sensible wege. Rowohlt (1969); Der Löwe Leopold. S. Fischer (1970); Der Dichter und die Löwenzahnwiese. Berliner Handpresse (1971); zimmerlautstärke. S. Fischer (1972); Brief mit blauem Siegel. Reclam, Leipzig (1973); Die wunderbaren Jahre. S. Fischer (1976); Das Kätzchen. S. Fischer (1979); auf eigene hoffnung. S. Fischer (1981); Ergriffen von den Messen Mozarts. Ed. Pongratz (1981); gespräch mit der amsel. S. Fischer (1984); eines jeden einziges leben. S. Fischer (1986); Das weiße Gedicht. S. Fischer (1989); Selbstgespräch für andere. Reclam, Stuttgart (1989); wundklee. Fischer Taschenbuch (1989); Zurückgeworfen auf sich selbst. Ed. Pongratz (1989); Deckname „Lyrik“. Dokumentation. Fischer Taschenbuch (1990); Am Krankenbett des Tierbildhauers Heinz Theuerjahr. Ed. Pongratz (1991); Mensch ohne Macht. Ed. Pongratz (1991); Wohin der Schlaf sich schlafen legt. S. Fischer (1991); Am Sonnenhang. S. Fischer (1993); Begehrte, unbequeme Freiheit. Ed. Pongratz (1993); Sprachvertrauen und Erinnerung. Ed. Pongratz (1994); Wo Freiheit ist. S. Fischer (1994); Der Dichter Jan Skácel. Ed. Pongratz (1996); Steine und Lieder. S. Fischer (1996); Aus den Briefen des Mautners Hans Salcher. Ed. Pongratz (1997); Bindewort „deutsch“. Ed. Pongratz (1997); ein tag auf dieser erde. S. Fischer (1998); Zeit für Gedichte. Ed. Pongratz (2000); gedichte. S. Fischer (2001); Die Regenwolken zogen ab. Reche (2001); Die Aura der Wörter. Radius (2002); Der Kuß der Koi. S. Fischer (2002); Wie macht das der Clown. Reche (2003); Wo wir zu Hause das Salz haben. S. Fischer (2003); Erfurter Rede. Ed. Pongratz (2004); Die Leidenschaft des Schreibens. Ed. Pongratz (2004); Bleibt nur die eigne Stirn. Radius (2005); lindennacht. S. Fischer (2007); Mensch im Wort. Ed. Pongratz (2008); Die Sprache, die die Sprache spricht. Ed. Pongratz (2009); Was macht die Biene auf dem Meer? S. Fischer (2011); Wenn wieder eine Wende kommt. Ed. Pongratz (2011); Fern kann er nicht mehr sein. Ed. Pongratz (2013); Reden und Gedichte 2014/2015. Mytze (2015); Am Sonnenhang. S. Fischer (2016); die stunde mit dir selbst. S. Fischer (2018); Reiner Kunze über Heinz Theuerjahr. Ed. Pongratz (2018); Doch schade um das Volk. Ed. Pongratz (2018); Nabelschnur zur Welt. Reiner Kunzes deutsch-deutscher Briefwechsel mit Jürgen P. Wallmann. Auswahl und Kommentar von Heiner M. Feldkamp. Ed. Pongratz (2022)
Reiner Kunzes Lyrik und Prosa wurde in dreißig Sprachen übersetzt; er selbst übersetzte aus dem Tschechischen ins Deutsche und schuf zahlreiche Nachdichtungen tschechischer Lyrik.